Shinkendo Katsujinken Dojo

Japanische Schwertkampfkunst in Fürstenfeldbruck

Shinkendo - Japanische Schwertkampfkunst in Fürstenfeldbruck

Shinkendo ist eine traditionelle japanische Schwertkampfkunst. Übersetzt bedeutet Shinkendo der wahre/echte Weg des Schwertes (SHIN - wahr/echt, KEN - das Schwert, DO - der Weg). Im Shinkendo wollen wir uns nahe an die Ursprünge dessen bewegen, was die japanische Kultur der Samurai bedeutet hat. Wir im Katsujinken Dojo in Fürstenfeldbruck trainieren regelmäßig als feste Gruppe zusammen, verfeinern unsere Techniken, stärken Geist und Körper und lernen dabei, die Philosophie hinter Shinkendo in unser Leben zu integrieren.

Trainingsmöglichkeiten

Montags | 20:30 - 22:00 Uhr
Ballettschule Götze
Hauptstraße 24, 82256 Fürstenfeldbruck

Donnerstags | 20:15 - 22:00 Uhr
Schulturnhalle Emmering
Am Sportpl. 2, 82275 Emmering

Aktuelles

Derzeit findet unser Training unter den gültigen Corona-Schutzmaßnahmen statt. Diese sehen die 2G-Plus Regelung vor, d.h. nur Geimpfte oder Genese mit zusätzlichem, tagesaktuellem Test dürfen am Training teilnehmen.

Hygieneschutzkonzept
  • Unser Training

    Grundsätzlich trainieren wir als Gruppe gemeinsam, sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene beginnen das Training mit dem traditionellen Angrüßen und bereiten Geist und Körper auf die bevorstehenden Übungen vor. Im Anschluss führen wir, angeleitet durch unsere Senseis, unterschiedliche Übungen durch, um Techniken zu erlernen und Präzision und Ausdauer zu verbessern (mehr dazu unter Grundelemente). Bei fortgeschritten Techniken werden die Schüler in Kleingruppen aufgeteilt, bei Partnerübungen trainieren wir die Techniken zu zweit. Anfänger sollen hierbei bewusst mit Fortgeschrittenen zusammen trainieren, um von ihren Erfahrungen zu profitieren. Bei uns sind wir nicht nur Lernende sondern immer auch Lehrende.

    An- und Abgrüßen

    Wir beginnen mit dem respektvollen Angrüßen und stellen uns mental auf das Training ein.

    Übungen

    Das Training besteht aus verschiedenen Einzel- oder Partnerübungen.

  • Unser Trainer-Team

    Mit fachlicher Expertise, viel Erfahrung und persönlichem Einsatz leiten Sensei Caro und Sensei Martin gemeinsam oder abwechselnd die Trainingseinheiten. Dabei stehen sie im Austausch mit anderen Shinkendo-Dojos und dem Honbu-Dojo in L.A., um neue Techniken oder Änderungen direkt an die Schüler weitergeben zu können. Sowohl Trainer als auch Schüler nehmen regelmäßig an Seminaren und Fortbildungen teil, um sich weiter zu bilden und die eigene Technik zu überprüfen. Graduierungsprüfungen werden nach intensiver Vorbereitung in unserem Dojo durchgeführt und abgenommen.

    Sensei Caro

    Shinkendo Shibucho
    Abteilungsleiterin Shinkendo

    Sensei Martin

    Stellvertretender Abteilungsleiter Shinkendo

  • Unsere Ausrüstung

    Wir tragen beim Training einen weißen, japanischen Trainingsanzug, den so genannten Gi. Da es beim Shinkendo keine farbigen Gürtel als Zeichen der Graduierung gibt, tragen wir einen weißen Gürtel. Schwarzgurtträger anderer Budo-Stilrichtungen können auch ihren schwarzen Gurt tragen. Fortgeschrittene Gruppenmitglieder tragen über ihrem Gi noch eine dunkelblaue oder schwarze Hakama. Die Hakama ist ein traditionell japanischer, weit geschnittener Hosenrock.

    Als Trainingswaffe kommt zumeist das so genannte Bokken zum Einsatz, ein dem Katana nachempfundenen Holzschwert. Für Partnerübungen nutzen wir ein Bokto, einen besonders stabilen Stock aus Waxwood, der den Belastungen bei Kontaktübungen stand hält.

    Gi und Hakama

    Wir tragen einen traditionellen, weißen Gi und eine dunkle Hakama.

    Bokken und Bokto

    Schwerter aus Holz für ein sicheres Training, dem japanischen Katana nachempfunden.

Katsujinken Dojo e.V.

Unsere Philosophie

Der Name unseres Dojos "Katsujinken" bedeutet übersetzt "Das Schwert das Leben gibt". Es stellt vor allem unsere Philosophie im Umgang mit der Kampfkunst und insbesondere Schwertkampfkunst dar. Shinkendo ist nicht nur ein Kampfsport oder eine körperliche Betätigung sondern vielmehr die Teilnahme an einer Kultur und Kunst, die uns neben der exotischen Faszination vieles geben und lehren kann, was in unserer modernen Welt schon lange verloren gegangen ist. Damit sind wir kein Platz für die, die erlernen wollen ein scharfes Schwert für sich als Waffe zu benutzen.

Deine Mitgliedschaft

In den traditionellen japanischen Waffengattungen schränken wir das Mindestalter ein, wobei die individuelle persönliche Eignung für uns eine wichtige Rolle spielt. Teilnehmer mit gesundheitlichen Einschränkungen können sich bei uns ebenfalls gerne vorstellen. Wir werden Ihnen gerne helfen, ein Trainingsvolumen nach individueller Leistungsfähigkeit zu finden.

Vereinbaren Sie gerne ein kostenloses und unverbindliches Probetraining und lernen Sie Shinkendo und unsere Trainingsgruppe kennen.

Anmeldung und Gebühren

Der monatliche Mitgliedsbeitrag im Katsujinken Dojo e.V. beträgt 28 Euro, bei der Anmeldung fällt eine einmalige Aufnahmegebühr in Höhe von 20 Euro an.

Mehr Informationen und Kontaktmöglichkeiten zu unserem Verein finden Sie auf unserer Vereins-Website:

Mehr Infos: www.katsujinken.de

Shinkendo international

Die Entstehung von Shinkendo

Shinkendo ist eine traditionelle japanische Schwertkampfkunst, die auf der über 1200 Jahre alten Tradition und Geschichte der Samurai und des Bushi Damashii, des Geist des Kriegers, fußt. Begründet wurde Shinkendo durch Meister Toshishiro Obata, der 1948 in der Präfektur Gunma, Japan, als Kind einer alten Samuraifamilie geboren wurde. Im Alter von 10 Jahren beschritt Toshishiro Obata den Weg der Kampfkunst und hatte das Glück an den berühmtesten Kampfkunstschulen Japans und deren Meistern studieren zu dürfen. Aus den Jahrzehnten an Studium und Erfahrung zu den verschiedenen praktizierten japanischen Kampfkünsten folgte Meister Obata der japanischen Tradition seinen eigenen Stil und Weg aus dem Erlernten zu beschreiten. Dies führte zu Shinkendo, das zum Ziel hat Techniken und Strategien, die sich teilweise weit auseinanderentwickelt hatten, sinnvoll zusammenzuführen. Obata legte dabei großen Wert darauf, die Stärken der einzelnen Richtungen zu bewahren und dabei Shinkendo nicht als etwas völlig Neues zu kreieren sondern als es Vereinigung der alten traditionellen Kampfkünste zu formen, die die Japanische Bushi (= Krieger) über 1200 Jahre gepflegt und verinnerlicht hatten.

International Shinkendo Federation

Meister Toshishiro Obata hat sein Honbu Dojo, das Zentrum der International Shinkendo Federation I.S.F., in Los Angeles. Obata, sein Sohn und seine Tochter entwickeln Shinkendo kontinuierlich weiter. Sie halten eigene Seminare im Honbu Dojo und besuchen regelmäßig weltweit ihre Dojos zu internationalen Seminaren.

Die Shinkendo-Abteilung des Katsujinken Dojo e. V. ist Mitglied der I.S.F.; für jedes Mitglied unserer Trainingsgruppe fällt einmal jährlich eine Gebühr in Höhe von 50 Euro an.

Mehr Infos: www.shinkendo.com

Die 5 Grundelemente

Shinkendo setzt sich aus fünf Grundelementen zusammen. Diese haben verschiedene Aufgaben und Schwerpunkte und jeder Bereich für sich beschäftigt sich mit anderen Aspekten der Schwertkampfkunst. Nachfolgend möchten wir Ihnen diese näher beschreiben:

  • Samurai Maske 1

    SUBURI

    Die Suburi sind zusammenfassend Schwertschwing-übungen. Sie variieren von einfacher bis hoher Kom-plexität und umfassen einzelne Schnitte bis hin zu komplexeren Folgen. Suburi sind Übungsformen die Körper- und Schwertbewegungen miteinander in Einklang bringen sollen. Dabei festigen sie die Routine, Natürlichkeit und Präzision von Schnitten und fordern und fördern Ausdauer und Konzentration. Trainiert werden sie als Einzelübungen.

  • Samurai Maske 2

    BATTOHO

    Die Battoho sind kämpferische Formen des Schwertziehens. Bei der Goho-Battoho (Go für die Zahl Fünf) handelt es sich z. B. um fünf Haupttechniken das Schwert zu ziehen. Dem Szenario der kämpferischen Auseinandersetzung entsprechend folgt jeder einzelnen Schwertziehtechnik eine Reihe von Folgeschritten und Blocks, die je nach Erfahrung des Lernenden immer komplexer und fordernder werden. Am Ende einer Battoho-Folge steht stets Chiburi (= rituelles Abschleudern des Blutes des Gegners) und das Zurückstecken der Waffe. Ebenso wie die Suburi sind die Battoho Einzelübungen ohne Gegner oder Trainingspartner. Sie sind jedoch sehr geeignet, in Formation von zwei, vier oder mehr Praktizierenden Shinkendo synchron zu üben und eindrucksvoll zu präsentieren.

  • Samurai Maske 3

    TANRENGATA

    Die Gruppe der Tanren Kata sind die in vielen anderen asiatischen Sportarten bekannten Abfolgen der Kata. Eine Kata stellt eine symbolische Kampfsituation dar, in der sich der Praktizierende in der Regel mit mehreren imaginären Gegnern auseinander zu setzen hat. In einer festen Folge aus Angriffs, Verteidigungs- und Ausweichtechniken spielen Richtung, Ablauf und Harmonie zwischen Angriff, Block und Rückzug eine wichtige Rolle. Eine Kata wird meistens alleine praktiziert, kann aber auch mit realen Gegnern an Stelle der Imaginären gelaufen werden.Bei der Kata ist der jeweilige Charakter der Folge sehr individuell und wichtig. So gibt es Katas, die den harmonischen Wechsel von Ruhe- und Geschwindigkeitsphasen pflegen, andere setzen sich mit Gegnern in speziellen Richtungen auseinander und andere wiederum vertiefen das Zusammenspiel von Ausmaß des Richtungswechel und der dazu am besten geeigneten Weite von Blocks und Schnitten.

  • Samurai Maske 4

    TACHI UCHI

    Shinkendo ist keine meditative oder spirituelle Schule, sondern pflegt die Tradition der Kampfkunst der Samurai. Hierbei sind die Erfahrung und Fähigkeit das (Holz-)Schwert als Waffe der japanischen Krieger zu erleben und zu führen ein wichtiger Bestandteil. Diese Übungen erfolgen im Tachi Uchi, den Partnerübungen mit realistischen Angriffs- und Verteidigungsübungen. Die Tachi Uchi werden mit dem Bokuto geübt und sind elementar, um von ohne Kontakt bis festem Halbkontakt die Präzision, Konzentration und vor allem Disziplin zu erlernen, die eine Kampfkunst von dem Praktizierenden verlangt. Natürlich erfordert diese Trainingsform eine sorgfältige Vorbereitung von den Übenden. Dies zeigt sich am besten darin, dass es beim Tachi Uchi nie einen Gegner sondern nur einen Partner gibt. Die Techniken und Abfolgen sind festgelegt und es geht ausschließlich um den gemeinsamen Erfolg eines gut eingespielten und fordernden Erlebnisses. Niemals werden beim Tachi Uchi Techniken improvisiert und der Partner überrascht. Es geht nicht um Sieg oder Niederlage.

  • Samurai Maske 5

    TAMESHIGIRI

    Das Tameshigiri hat in der japanischen Tradition zwei Aufgaben. Übersetzt bedeutet es soviel wie Testschnitt oder Schwertprobe. Das Katana oder Shinken ist die Waffe der Samurai, von deren Leistungsfähigkeit letztendlich das Leben des Trägers abhängen kann. In der Schwertprobe haben erfahrene Samurai Schwerter mit Schnitttests von Stroh-bündeln, Bambusstangen und Reisstrohmatten geprüft und dann bewertet. Je nach Güte und Erfolg stieg oder fiel der Wert eines Schwertes nach diesem Test. Die Schwertprobe ist aber auch eine Probe des Lernenden der Schwertkampfkunst. Mit dem echten Schnitt einer vorher in Wasser eingelegten und zusammengerollten Reis-strohmatte erlebt auch der Praktizierende seine eigene Probe, die Frage ob er gut oder nicht gut gelernt hat. Das Tameshigiri ist der einzige Einsatz, bei dem im Shinkendo das scharfe Schwert verwendet wird. Es ist ausschließlich den fortgeschrittenen Praktizierenden vorbehalten und nicht nur die körperlichen und technischen Fähigkeiten sondern besonders die persönliche Eignung sind Voraussetzung, dass ein Lernender das Tameshigiri ausführen darf.